• Jill Grey

Unter den Teppich kehren

Die Menschen, die mich kennen, oder meine Biografie gelesen haben, wissen, wie schwer ich mich mit dieser tue. Romane schreiben macht Spaß. Meine Biografie zu beenden … wer watet schon gerne freiwillig durch die Kloake der Vergangenheit? Klar tut es gut, diese Reise anzutreten und zu beenden: Gute Erkenntnisse, sich Heilung schenken et cetera et cetera. Man könnte sagen, ich bin kurz vor der Ziellinie, und ich tu mich bis zum bitteren oder süßen Ende schwer damit. Derzeit arbeite ich daran Band 4 von „Keine Lust zum Sterben“, fertigzustellen.

Vor einer Woche habe ich mir selbst versprochen, dass dieser letzte Band meiner Biografie bis zum Dezember veröffentlich wird. Ein großes Versprechen, das ich mir mit einem selbstgefälligen Lächeln gab, sind es immerhin noch sechs Monate, also schaffst du das locker!

Und mal ganz ehrlich, ich erwähne das hier nur, damit ich dem kleinen hinterlistigen Teufel, der gelegentlich auf meiner Schulter sitzt und meint »Kein Stress, mach doch erst dies und dass, eben die Dinge, die dir mehr Freude bereitet« den Wind aus den Segeln nehmen kann. Denn was man laut ausspricht – in diesem Fall schriftlich veröffentlicht – kann man schlecht stillschweigend unter den Teppich kehren. Und ich war einmal Meisterin darin, den Teppich hochzuheben und „wisch-wasch“ weg waren die guten Vorsätze.

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